FACHWISSEN Heiz-/ Kühldecken

 

Warum Heiz-/ Kühldecken

Die Umgebung am Arbeitsplatz spielt eine entscheidende Rolle bei der geistigen Leistungsfähigkeit und dem Wohlbefinden der Mitarbeiter. In modern gestalteten Büros können trotz optimaler Bautechnik durch innere und äußere Wärmequellen Raumtemperaturen von über 26°C entstehen. Forschungen aus den USA und Skandinavien zeigen, dass die geistige Leistungsfähigkeit um etwa 25% abnimmt, wenn die Raumtemperatur auf 28°C ansteigt.

Die heutige Gebäudetechnik bietet effektive Lösungen zur Klimatisierung von Gebäuden, die von den Nutzern positiv angenommen werden. Kühldecken und eine geeignete Raumlüftung schaffen ein angenehmes Raumklima, indem Wärme geräuschlos nach dem Strahlungsprinzip abgeführt wird, und die erforderliche Frischluftmenge je nach Bedarf mechanisch oder natürlich zugeführt wird. Dies führt zu einer Steigerung der Arbeitsproduktivität, da das Wohlbefinden der Mitarbeiter nicht mehr beeinträchtigt ist.

Bereits bei einer leichten Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit machen sich die Investitionskosten innerhalb eines Jahres bezahlt. Eine gesteigerte Zufriedenheit mit den Arbeitsklimabedingungen führt ebenfalls zu einer Reduzierung der Abwesenheitsrate der Mitarbeiter, besonders in Räumen mit Kühldecken.

Funktionsweise einer Heiz-/ Kühldecke

In geschäftlichen Räumlichkeiten wie Büros, Veranstaltungs- und Versammlungsorten, Verkaufs- und Präsentationsräumen sowie Funktionsbereichen in Krankenhäusern werden häufig abgehängte Zwischendecken zur Raumgestaltung verwendet.

Bei abgehängten Heiz-/ Kühldecken wird die Oberflächentemperatur durch Wasser einige Grad unter die Raumtemperatur gesenkt. Durch den Austausch von Strahlungswärme mit der Decke kühlen sich auch die umgebenden Flächen im Raum ab. Alle Wärmequellen im Raum geben ihre überschüssige Wärme direkt durch Strahlung und indirekt auch durch freie Konvektion an die umgebenden Flächen des Raums ab.

Im Gegensatz zu herkömmlichen luftgestützten Klimaanlagen, die mit erzwungener Konvektion arbeiten und bei Menschen leicht Zugerscheinungen hervorrufen können, arbeiten Kühldecken in einer weitgehend geschlossenen Bauweise. Der Anteil des Strahlungswärmeaustauschs beträgt dabei mehr als 60 % der Gesamtleistung. Da die meisten Wärmequellen hauptsächlich Wärme durch Strahlung abgeben, stellt das physikalische Wirkungsprinzip der Kühldecke die effektivste und natürlichere Lösung dar.

Vorteile von Heiz-/Kühldecken

Energieeffizienz: Energieeinsparung von bis zu 30% im Vergleich zu herkömmlichen oder variablen Lüftungssystemen. Hohe Heiz- und Kühlleistungen durch eine ausgezeichnete Wärmeübertragung zwischen den Heiz-/Kühlmodulen und der Deckenverkleidung.

Temperaturregelung: Kühlung mit Wassertemperaturen von 16°C bis 18°C, ideal für erneuerbare Energiequellen oder Kälteerzeuger mit optimalem Wirkungsgrad. Heizung mit Wassertemperaturen von 30°C bis 35°C, was den Einsatz von Brennwerttechnik ermöglicht. Direkte Versorgung über Ziggelwasser, Wärmepumpen und Geothermie-Anlagen.

Wartung und Haltbarkeit: Heiz-/Kühldecken erfordern keine regelmäßige oder außerordentliche Wartung, da keine Verschleißteile vorhanden sind und keine Filter gereinigt werden müssen.

Nutzerfreundlichkeit und Arbeitsplatzleistung: Hohe Akzeptanz der Nutzer und Steigerung der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Dank der Strahlungseigenschaften ist die Einhaltung der Kategorie A gemäß ISO 7730 möglich, ohne Störungen durch Ventilator- oder Luftgeräusche. Minimales Zugluft­risiko bei der Frischluftzufuhr aufgrund der fast isothermischen Zuführung durch hohe Heiz-/Kühlleistung, wodurch Heiz-/Kühldecken keine spürbare Luftumwälzung erzeugen.

Effiziente Raumkühlung: Durch Aktivierung einer großen Fläche wird die Kühlung gleichmäßig über die gesamte Raumfläche verteilt, mit geringer Temperaturdifferenz zwischen Raum- und Oberflächen-Kühltemperatur. Völlig diffusionsdichte Installation eliminiert die Notwendigkeit einer Systemtrennung der Wasserkreisläufe, was zu Einsparungen bei Wärmetauschern und Energieverlusten führt.

Schnelle Reaktionszeit: Sehr kurze Reaktionszeit (10 – 20 Minuten, je nach Art) im Kühl- und Heizfall, was das Risiko von Überhitzung oder Unterkühlung, wie bei Fußbodenheizungen, minimiert.

Architektonische Flexibilität: Architektonisch nach vielen Bedürfnissen gestaltbar, z. B. durch gelochte Metallpaneele in verschiedenen Größen, fugenlose Gipskartondecken oder kombinierte Gips-Metalldecken. Völlige Freiheit in der Raumgestaltung, da keine Heizkörper oder Ventilatorkonvektoren an Wand oder Boden berücksichtigt werden müssen.

Akustische Eigenschaften: Hohe akustische Eigenschaften für ein angenehmes Raumklima.

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Das flexible Deckensystem

Bindeglied zwischen Technik und Architektur

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